Der nationale Branchenverband „Obst und Gemüse“ sieht die wesentlichen Hürden in der ungerechten Gewinnverteilung entlang der Wertschöpfungskette, in der fehlenden Gleichstellung zwischen europäischen und bulgarischen Farmern, der illoyalen Konkurrenz von Seiten Drittländer. Hinzu kommen hausgemachte Probleme bei der Kooperation zwischen den Herstellern selbst, fehlende Arbeitskräfte oder verschleppte legislative Entscheidungen wegen der ständigen Regierungswechsel in den vergangenen Jahren.
Als Ergebnis fehlt es der Branche an einer echten Vision für die Zukunft, die Entwicklungen sind oft chaotisch, zentral verwaltet werden nur einzelne Gewinn bringende Bereiche, während der arbeitsintensive Anbau vom Obst und Gemüse eher im Schatten bleibt und sich selbst überlassen zu sein scheint. Vor diesem Hintergrund ist leicht verständlich, dass es immer öfter an Optimisten mangelt, die bereit sind, dennoch Felder und Gärten zu bearbeiten.
Erste entscheidende Schritte sollen Erleichterungen bei der Gründung von Genossenschaften bringen. Die Branche fordert die Politik auf, gesetzliche Regelungen zu schaffen, um die Gewinne gerechter zu verteilen. Aktuell bekommen die Farmer nur den geringsten Anteil am Profit. Darüber hinaus sollte eine nationale Strategie dafür sorgen, den Anbau möglichst von der Abhängigkeit von EU-Subventionen zu lösen. Als kleiner Markt, werden künftig auch die finanziellen Hilfen aus Brüssel eher bescheiden ausfallen, so die Stimmen aus der Branche. Ralf Petrov
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