Bei der Erntemenge und dem Hektarertrag von Kulturheidelbeeren wurde ein Rekordergebnis erzielt.
Kulturheidelbeeren sind Brandenburgs wichtigste Strauchbeerenart. Der Anbau erfolgte 2025 auf einer Fläche von 405 ha und hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um 20 ha verringert. Dennoch stellte die Erntemenge mit 2.955 t sowie der Hektarertrag von 72,9 Dezitonnen ein Rekordergebnis für Brandenburg dar. Einen ähnlich hohen Ertrag gab es 2014 mit 69,2 Dezitonnen je Hektar. Der Anteil der Kulturheidelbeeren im ökologischen Anbau beläuft sich auf rund 10 %. Brandenburg gehört nach Niedersachsen zu den bedeutendsten Produzenten dieser Strauchbeerenart.
Sanddorn war mit einer Gesamtanbaufläche von 291 ha Brandenburgs zweitwichtigste Strauchbeerenfrucht. In keinem Bundesland wird so viel Sanddorn angebaut wie in Brandenburg. 2025 lag die Sanddornfläche Deutschlands bei 519 ha. Die Ernte erfolgte auf 118 ha. Die Erntemenge dieser Strauchbeerenart belief sich auf gut 271 t (Deutschland insgesamt 466 t).
Die Aroniabeeren, u.a. auch als Schwarze Apfelbeeren bzw. Gesundheitsbeeren bekannt, wurden auf knapp 194 ha geerntet. Dies erfolgte vorzugsweise im ökologischen Anbau. 2025 war Brandenburg das bedeutsamste Anbauland von Aroniabeeren, knapp gefolgt von Bayern mit 184 ha. Die Anbaufläche der Johannisbeeren ist um 6 ha auf 83 ha gestiegen.
Strauchbeeren wuchsen 2025 auf einer Fläche von 1.055 ha. Damit sank die Anbaufläche gegenüber 2024 um 38 ha. Der Anbau dieser Früchte erfolgte in 44 Betrieben. Rund 58 % der Brandenburger Strauchbeerenfläche wurden von 17 Betrieben nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet.
Die Hälfte der Strauchbeerenanbaufläche Brandenburgs befand sich mit 531 ha im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Auch hier waren die Kulturheidelbeeren mit 352 ha bestimmend. In diesem Landkreis befassten sich 15 Betriebe mit der Strauchbeerenproduktion und damit vier Betriebe weniger als 2024.