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BGA sieht Wirtschaft und Sozialpartner in gemeinsamer Verantwortung

Anlässlich des Gipfels des Bundeskanzlers mit den Sozialpartnern hat der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dr. Dirk Jandura, einen „gemeinsamen Realitätscheck“ gefordert.

BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura
BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura
© BGA/Christian Lietzmann

„Die Bundesregierung hat zugesagt, alle Weichen in Deutschland auf Wachstum zu stellen, und die dafür überfälligen Reformen umzusetzen. Dafür braucht sie Partner, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Wir erwarten von diesem Treffen keine Wunder, aber wir erwarten einen gemeinsamen Realitätscheck. Die wirtschaftliche Lage des Landes ist zu ernst, um weiter ideologische Grabenkämpfe zu führen“, erklärte Jandura.

Jandura weiter: „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die deutsche Wirtschaft kommt seit Jahren nicht vom Fleck, Investitionen bleiben aus, Unternehmen verlieren an Wettbewerbsfähigkeit und viele mittelständische Betriebe stehen unter enormem Druck. Das kostet Umsatz, das kostet Steuereinnahmen und das kostet Arbeitsplätze. Wer diese Realität ausblendet, hilft weder den Beschäftigten noch den Unternehmen. Das muss die Regierung verstehen, aber auch die Gewerkschaften.“

„Gerade jetzt müssen die Sozialpartner ihrer gemeinsamen Verantwortung gerecht werden. Arbeitgeber und Gewerkschaften sitzen nicht auf verschiedenen Schiffen – wir sitzen im selben Boot. Wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland noch weiter Stärke verliert, verlieren am Ende alle. Interessenvertretung darf nicht bedeuten, wirtschaftliche Zusammenhänge auszublenden. Gute Löhne, sichere Arbeitsplätze und ein leistungsfähiger Sozialstaat entstehen nicht durch immer neue Verteilungsforderungen, sondern durch Wachstum, Investitionen und erfolgreiche Unternehmen“, so Jandura abschließend.