Bejo feiert 30 Jahre biologisches Saatgut
Dieser Meilenstein unterstreicht dem Unternehmen zufolge das langjährige Engagement des Unternehmens für biologischen Anbau, nachhaltige Innovation und Zusammenarbeit mit Bio-Anbauern weltweit.
Bereits in den 1990er‑Jahren unternahm Bejo die ersten Schritte in Richtung biologischer Landbau, als dieser Markt noch in den Kinderschuhen steckte. Das Unternehmen erkannte die gesellschaftliche und nachhaltige Bedeutung des biologischen Anbaus für die Zukunft und traf daraufhin die strategische Entscheidung, in die Produktion von Bio-Saatgut zu investieren.
Anfangs stand Bejo vor großen Herausforderungen: eine begrenzte Marktnachfrage, Skepsis hinsichtlich der Qualität des Saatguts und komplizierte Vorschriften für den Anbau von Bio-Saatgut. Dennoch hielt das Management an seiner Vision fest. Die ersten biologischen Bejo-Sorten wurden eingeführt und eine separate Geschäftseinheit gegründet. Damit war Bejo einer der ersten Züchter, der biologische Aktivitäten vollständig in die eigene Organisation integrierte.
Familienunternehmen mit nachhaltiger Vision
Die Nachhaltigkeit der Lebensmittelproduktion ist für den Anbau von gesundem und schmackhaftem Gemüse für heutige und zukünftige Generationen von entscheidender Bedeutung. Als Produzent von Gemüsesaatgut ist Bejo auch selbst Anbauer und erlebt täglich, wie wichtig gesunde Böden und natürliche Ressourcen sind. Das Unternehmen ist überzeugt, dass der biologische Anbau zur Nachhaltigkeit der Lebensmittelproduktion beiträgt, sieht jedoch Bio und konventionell nicht als zwei getrennte Welten.
In den vergangenen 30 Jahren hat Bejo erheblich in Innovationen im Bereich der nicht-chemischen Saatgutbehandlung und in die Erforschung nachhaltiger Anbaumethoden investiert, die für die biologische Saatgutproduktion und den biologischen Anbau geeignet sind. Beispiele hierfür sind die Verwendung von Heißwasser- und Dampfbehandlungen als Alternative zu chemischen Saatgutbehandlungen oder die biologische Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Viele dieser nachhaltigen Innovationen werden auch im konventionellen Anbau eingesetzt, wodurch sich beide Methoden gegenseitig verstärken und das gesamte Unternehmen nachhaltiger wird.
John-Pieter Schipper, Geschäftsführer von Bejo: „Unsere Mission ist es, weltweit hochwertiges Gemüsesaatgut für einen gesunden Anbau verfügbar zu machen, jetzt und in Zukunft. Dabei nimmt der Bio-Sektor für uns einen besonderen Stellenwert ein. Wir investieren weiterhin in eine starke Organisation, in Wissen und Kompetenz, um die Herausforderungen der biologischen Saatgutproduktion zu meistern und die Anbauer optimal zu unterstützen.“
Züchtung für den biologischen Anbau
Die Produktion von biologischem und konventionellem Saatgut sorge bei Bejo also für eine wertvolle gegenseitige `Befruchtung`. Die biologische Arbeitsweise biete Inspiration für die konventionelle Produktion, während das aufgebaute Wissen und die Infrastruktur aus dem konventionellen Sektor das biologische Segment stärke.
Für die Züchtung neuer biologischer Sorten nutze Bejo seine breite genetische Basis und neueste Technologien. Durch die Kombination von biologischen und konventionellen Züchtungsprogrammen beschleunigen Erkenntnisse und Innovationen aus dem einen Segment den Fortschritt im anderen. So brachte Bejo als eines der ersten Unternehmen Zwiebelsorten mit hoher Resistenz gegen Falschen Mehltau wie Restora F1, Hylander F1 und Redlander F1 auf den Markt. Diese Sorten sind heute sowohl im biologischen als auch im konventionellen Anbau führend.
Die Züchtung für den biologischen Anbau bedeute für Bejo, Sorten mit besserer Widerstandsfähigkeit und hohem Ertrag zu entwickeln, hochwertiges Saatgut zu produzieren und Innovationen zu fördern.
Biologische Maßarbeit für bessere Erträge und Widerstandsfähigkeit
Das Bio-Sortiment von Bejo umfasse mittlerweile mehr als 30 Gemüsearten und über 150 Sorten, die alle nach ihrer Leistungsfähigkeit unter biologischen Anbaubedingungen ausgewählt wurden. Dank einer sorgfältigen Auswahl nach Resistenz, Uniformität und Ertrag sowie durch intensive Zusammenarbeit und Erprobung bei biologischen Betrieben weltweit liefere Bejo Saatgut, das den Anforderungen der Anbauer entspricht.
Eine neue Sorte komme erst dann auf den Markt, wenn umfangreiche Feldversuche zeigen, dass sie starke, uniforme und widerstandsfähige Pflanzen hervorbringe. Beispiele hierfür seien die Zucchini Onega F1 (intermediär resistent gegen Falschem Mehltau und bestimmte Viren) und der CMS-freie Blumenkohl Alcantara F1. Ein guter Ertrag hänge jedoch nicht nur von der Sorte ab; ein ausgewogenes Agrarsystem mit gesundem Boden, Insekten und Pflanzen sei für einen erfolgreichen biologischen Anbau mindestens ebenso wichtig.
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