Präsident Gustavo Petro will die Bananenproduktion in der Karibikregion drosseln, um der lokalen Bevölkerung mehr Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Asbama erklärte jedoch, sie lehne die Initiative „respektvoll, aber entschieden“ ab. Stattdessen fordert sie die Regierung auf, die Wasserknappheit „auf der Grundlage technischer, struktureller und verantwortungsvoller Kriterien“ anzugehen.
Der Verband erklärte, die Schuld für die Wasserkrise dem Bananensektor zuzuschreiben, sei „technisch falsch“ und ignoriere sowohl die strukturellen Ursachen des Problems als auch die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die diese landwirtschaftliche Tätigkeit in der Karibikregion hat.
José Francisco Zúñiga, Geschäftsführer von Asbama, erklärte: „Wir teilen voll und ganz die dringende Notwendigkeit, die Trinkwasserversorgung für die Gemeinden der kolumbianischen Karibik zu gewährleisten. Den Bananensektor jedoch als Verantwortlichen für dieses Problem zu benennen und eine Produktionskürzung als Lösung vorzuschlagen, ist technisch unzulässig und ignoriert sowohl die strukturellen Ursachen der Krise als auch den sozialen und wirtschaftlichen Beitrag, den diese Tätigkeit für die Region Magdalena darstellt.“
Asbama betonte, dass die Wasserkrise in der Karibik auf historische und strukturelle Probleme zurückzuführen sei, die Investitionen in Wasserleitungen, die Renaturierung von Wassereinzugsgebieten, die Modernisierung von Bewässerungssystemen und eine effizientere öffentliche Verwaltung erforderten.