von Daphne Schmidt 3 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Almería: Coexphal präsentiert Bilanz der O+G-Saison 2025/26

Coexphal, Verband der Obst- und Gemüseerzeugerorganisationen von Almería, hielt Ende KW 39  seine 49. ordentliche Generalversammlung im Kongress- und Ausstellungszentrum von Aguadulce (Roquetas de Mar) ab.

Gruppenbild von Coexphal
© Coexphal

Bei dem Treffen, an dem Mitgliedsunternehmen, Regierungsvertreter und Fachleute der Branche teilnahmen, wurden die Saisonentwicklung analysiert und über die zukünftigen Herausforderungen des Obst- und Gemüsesektors in Almería diskutiert.

Juan Antonio González, Präsident von Coexphal, wies darauf hin, dass es zwar eine Saison mit guten Preisen gewesen sei, allerdings gezeichnet von einem starken Kostenanstieg. „Die Kosten für Energie, Arbeitskräfte, Betriebsmittel und Transport sind weiter gestiegen und haben uns daran erinnert, dass die Rentabilität nach wie vor eine der größten Herausforderungen für unsere Branche ist“, sagte er. Der Vorsitzende verwies nicht nur auf die Schwierigkeiten durch Schädlinge wie Blattläuse oder T. Parvispinus sowie die für die Branche charakteristische Wassereffizienz zu erreichen, sondern sprach auch den Generationswechsel an: „Wir müssen erreichen, dass die neuen Generationen die Landwirtschaft als eine moderne, innovative, rentable und zukunftsfähige Tätigkeit betrachten. Ohne Landwirte gibt es keine Landwirtschaft, und ohne Generationswechsel können wir den Fortbestand des Modells nicht gewährleisten, das Almería zu einer weltweiten Referenz gemacht hat.“

Die Präsentation der Bilanz der Coexphal-Kampagne 2025/26 erfolgte durch den Geschäftsführer Luis Miguel Fernández Sierra und José Antonio Aliaga, den Landwirtschaftssekretär der Provinzregierung von Andalusien, der die Gesamtzahlen für die gesamte Provinz vorstellte.

Luis Miguel Fernández unterstrich, dass die Coexphal-Mitgliedsunternehmen in der Saison 2025/26 mehr als 2,25 Mio t Obst und Gemüse vermarktet haben, dabei hervorzuheben vor allem Tomaten (544.369 t), Gurken (432.980 t), Paprika (428.468 t) und Wassermelonen (335.193 t). Obwohl bei einigen Kulturen im Vergleich zum Vorjahr ein Mengenrückgang zu verzeichnen war, konnte die Rentabilität der Betriebe dank der Entwicklung der Marktpreise aufrechterhalten werden.

Einer der Aspekte, der den Erzeugern nach wie vor die größte Sorge bereitet, ist die Kostenentwicklung. Die vorgelegten Daten zeigen, dass die durchschnittlichen Produktionskosten im Gewächshaus weiter steigen und im Juni 2026 0,632 Euro/kg erreichen, gegenüber 0,603 Euro/kg im Juni 2025, was einem Anstieg von fast 4,8 % entspricht.

Auch José Antonio Aliaga bewertete die Saison positiv, in der eine Anbaufläche von 32.942 ha erreicht wurde. Der Durchschnittspreis lag bei 1 Euro/kg, was einem Anstieg von 11,75 % gegenüber der vorangegangenen Saison entspricht. Aliaga hob den unaufhaltsamen Anstieg der Produktionskosten in den vergangenen fünf Jahren hervor, die insgesamt um mehr als 25 % gestiegen sind. Die Gesamtproduktion 2025/26 belief sich auf 3.956.523 t, das sind 1,85 % weniger als in 2024/25. Davon wurden 2.534.268 t exportiert, was einem Anstieg von 1,03 % entspricht; deren Wert belief sich auf 4,120 Mio Euro, (+12 %.) Der Gesamtwert der Vermarktung lag bei 5,267 Mio Euro.

Daneben wurden die Prognosen für die Saison 2026/27 besprochen, die auf eine leichte Anpassungen der Anbaufläche hindeuten, mit einem Rückgang bei Tomaten und Paprika sowie einem Anstieg bei Kulturen wie Gurken, Zucchini und Auberginen. Die Situation bei Tomaten bleibt aufgrund des anhaltenden internationalen Wettbewerbs weiterhin besonders angespannt.