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150 Jahre Port – Partner for Generations

150 Jahre Port – ein Meilenstein, den nur wenige Unternehmen erreichen. In eineinhalb Jahrhunderten hat sich das familiengeführte Unternehmen vom traditionellen Fruchthändler zu einem international agierenden Spezialisten für nachhaltigen Obst- und Gemüsehandel entwickelt.

Gruppe von Menschen vor gelb-grünem Gebäude mit großem Schild 'PORT INTERNATIONAL Exclusive Partner Farm', einige mit erhobenen Händen.
Besuch in Peru: Port setzt seit Generationen auf vertrauensvolle Partnerschaften mit Produzenten weltweit.
© Port International

Wir sprachen mit dem Geschäftsführer Karlsson Port, der das Unternehmen gemeinsam mit Mike Port, André Lüling, Phillippe Peiró und Mathias Marten leitet.

150 Jahre Port – was bedeutet das für Sie persönlich?

Karlsson Port: Es bedeutet für mich persönlich Tradition, Bestehen einer Familienkultur und Erfolg. Wenn man bedenkt, dass man über so viele Jahre generationenübergreifend zusammengearbeitet, Kriege überstanden und Krisen gemeistert hat, ist das für mich schon eine starke Leistung und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein.

Wenn Sie auf die Entwicklung von Port zurückblicken: Was waren die prägendsten Meilensteine in dieser Zeit?

Wenn wir bis zu unserem Gründungsjahr 1875 zurückblicken, gab es viele prägende Ereignisse – sowohl negative als auch positive. Wir haben viele Krisen gemeistert; zum Beispiel die zwei Weltkriege, aber auch verschiedene Klimakrisen. Diese nehmen natürlich gerade in unserer Branche eine zentrale Rolle ein und beschäftigen uns auch weiterhin. Zu den positiven Ereignissen würde ich auf jeden Fall die Einführung der Bio-Fairtrade-Produkte in Europa zur Jahrtausendwende zählen, zu der wir als erster europäische Importeur maßgeblich beigetragen haben. Ein weiterer Meilenstein für mich persönlich war auch „BE CLIMATE“ – unsere erste klimaneutrale Marke für Obst und Gemüse, die wir 2019 gegründet haben. Mit ihr hatten wir damals den Zahn der Zeit getroffen und tolle Produkte auf den Markt gebracht. Auch wenn die Konsumenten solche Marken mittlerweile weniger einfordern und der Handel entsprechend reagierte, fokussieren wir uns trotzdem weiterhin auf die umfassende Reduktion der Umweltfolgen, von Klima über Wasser bis hin zu Biodiversität und setzen uns für Nachhaltigkeit in der Lieferkette ein.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die nächste Generation, insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit und globale Lieferketten?

Nachhaltigkeit ist ein sehr wandelnder Begriff, der auf sozialer, ökologischer als auch ökonomischer Ebene ein zentraler Baustein unserer Philosophie ist. Seit jeher liegen wir im Bereich Nachhaltigkeit in der Branche sehr weit vorne und versuchen, auf der gesamten Lieferkette nachhaltig zu agieren. Es ist jedoch schwierig, Nachhaltigkeit greifbar darzustellen. Deshalb haben wir eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung, die unsere Bemühungen messbar macht und mit unserem farm-spezifischen Umweltfußabdruck-System die ökologischen Auswirkungen unserer Produkte analysiert. Diese Erkenntnisse nutzen wir dann, um mit unseren Partnern dort anzusetzen, wo wir gemeinsam den jeweils größten positiven Beitrag leisten können. So wird Nachhaltigkeit bspw. in den Bereichen Klimaschutz, Wassereffizienz und Erhaltung der Biodiversität für uns unmittelbar greifbar. Da wir außerdem als „Partner for Generations“ stehen, setzen wir bewusst auf enge und langfristige Partnerschaften mit ausgewählten Lieferanten. Das ermöglicht uns nicht nur Planungssicherheit, sondern auch eine enge Zusammenarbeit in Bezug auf Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeitsinitiativen. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, aber das sehe ich auch als die größte langfristige Herausforderung, diese Bemühungen einheitlich messbar und nachvollziehbar zu machen.

Was genau bedeutet „Partner for Generations“ und wie entstand der Claim?

Der Claim „Partner for Generations“ entstand vor rund 20 Jahren – ins Leben gerufen von meinem Vater Mike Port. Er basiert auf vier zentralen Säulen: Erstens steht er für unsere Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Zweitens betont er unsere Identität als Familienunternehmen, das bereits über mehrere Generationen hinweg geführt wird. Drittens beschreibt er unser Ziel, alle Generationen mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen und so zu einer gesunden Ernährung beizutragen. Und viertens unterstreicht er unsere Rolle als verlässlicher Partner – für Kunden ebenso wie für unsere Lieferanten und Produzenten.

Inwiefern trägt der Claim zum Erfolg des Unternehmens bei?

Er ist maßgeblich das, wofür wir stehen und prägt damit unsere Firmenphilosophie und -kultur. So wollen wir die Verbindlichkeit von langfristiger Zusammenarbeit fördern, sowohl intern als auch extern.

Wie stellen Sie sicher, dass Port International auch in den nächsten 150 Jahren „Partner for Generations“ bleibt?

Indem wir uns immer wieder neu erfinden und die Extrameile gehen. Indem wir kurze Entscheidungswege beibehalten und flexible Strukturen aufrechterhalten, aber trotzdem verbindlich sind. Als Beispiel kann ich unser Exclusive-Partner-Programm nennen, bei dem wir langfristige Verträge mit unseren Produzenten eingehen und so Abnahmemengen sichern, aber gleichzeitig auch mitgestalten dürfen, wenn es um nachhaltige oder soziale Projekte geht. Aber auch, wenn es um Produktionen, Sorten oder Mengen geht und wir sind stolz, mittlerweile schon über 15 exklusive Partner bei uns an Bord zu haben.

Bald steht die Fruit Attraction in Madrid an. Sind Sie dort auch vertreten?

Wie jedes Jahr, haben wir auch dieses Jahr wieder einen Stand dort und feiern unser 150-jähriges Jubiläum. Kommen Sie gerne vorbei: Stand 10F04 – wir freuen uns! 

Sponsored Post: Bei diesem Artikel handelt es sich um Informationen unseres Partners Port International.