So stieg die Fläche, auf der Raubmilben und Raubfliegen eingesetzt wurden, von 69 % im Jahr 2020 auf 84 % im Jahr 2024. Darüber hinaus werden auf zwei Dritteln der Gewächshausfläche mikrobiologische Mittel wie Bakterien gegen Schädlinge eingesetzt.
Erzeuger von Gurken, Paprika, Tomaten, Erdbeeren, Gerbera, Chrysanthemen, Rosen, Topfpflanzen für die Blüte und Blattpflanzen wurden nach dem Einsatz biologischer Schädlingsbekämpfungsmittel befragt. Etwa die Hälfte der Gewächshausgärtner baut eine dieser Kulturen an, die zusammen 70 % der gesamten Gewächshausfläche ausmachen. Die gesamte Gewächshausfläche beträgt 10.000 ha.
Neben Raubmilben und Raubwanzen wurden auch andere biologische Schädlingsbekämpfer wie Schlupfwespen und Gallmücken sowie Raubwanzen, Raubfliegen und Raubbkäfer auf einem größeren Teil der Fläche eingesetzt als vier Jahre zuvor. Die Fläche, auf der Nematoden eingesetzt wurden, ist mit 12 % am geringsten.
Bei den meisten Kulturen im Gewächshausbau werden auf mehr als 95 % der Anbaufläche biologische Bekämpfungsmittel gegen Schädlinge und Spinnmilben eingesetzt. Beim Anbau von Gurken und Tomaten werden diese seit 2020 bereits auf fast der gesamten Anbaufläche eingesetzt. Die Anbaufläche, auf der Raubmilben und Raubfliegen eingesetzt werden, stieg bei Tomaten am stärksten: von 18 % im Jahr 2020 auf 66 % im Jahr 2024.
Neben biologischen Bekämpfungsmitteln sind auch mikrobiologische Mittel wie Bakterien, Pilze und Viren eine nachhaltigere Alternative zu chemischen Mitteln zur Insektenbekämpfung. Diese Mittel werden auf 67 % der Gewächshausfläche gegen Insekten eingesetzt. Beim Anbau von Gurken werden mikrobiologische Mittel am wenigsten eingesetzt (50 %).
Außerhalb des Gewächshausanbaus werden mikrobiologische Mittel weniger zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt. Dies geht aus einer Untersuchung zum Einsatz mikrobiologischer Mittel bei 44 landwirtschaftlichen Kulturen hervor. Im Ackerbau ist der Einsatz am geringsten. Beim Anbau von Äpfeln, Birnen, Alleebäumen und Parkbäumen (z.B. Kastanien, Birken und japanische Zierkirschen) sowie bei der Aufzucht von Obstbäumen liegt der Einsatz dieser Mittel zwischen 10 % und 25 % der Anbaufläche.