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Copa-Cogeca: 6.000 Landwirte fordern konkrete Maßnahmen der EU zum Schutz der Ernährungssicherheit

6.000 Landwirte aus 15 EU-Mitgliedstaaten blockierten mit 1.000 Traktoren die Straßen des Europaviertels in Straßburg während einer von der FNSEA organisierten und von Copa-Cogeca unterstützten Aktion. 

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© Copa-Cogeca

Dabei ging es laut Copa-Cogeca darum, die verheerenden Folgen einer geschwächten und fragmentierten GAP, unfaire Handelsabkommen, Bürokratie und regulatorische Unsicherheit anzuprangern, die nachhaltige Investitionen und den Generationswechsel blockieren und gleichzeitig das Überleben und die Zukunft der EU-Landwirtschaft und der Ernährungssicherheit gefährden. 

Nach der Mobilisierung am 18. Dezember in Brüssel und im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung über den Handel im Europäischen Parlament bekräftigten die Landwirte und Agrargenossenschaften der EU ihre nachdrückliche Forderung an die EU-Institutionen, wieder in die Landwirtschaft zu investieren, indem sie konkrete politische Antworten zu folgenden Punkten geben:

  • Eine starke, gemeinsame und gut finanzierte GAP nach 2027 zusammen mit einem MFR, der Lösungen bietet, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum fördert 
  • Fairer und transparenter Handel, der unsere Produktionsstandards und sensibelsten Sektoren wirksam schützt und gleichzeitig zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt 
  • Echte Vereinfachung, bessere Rechtsetzung und Rechtssicherheit
  • Die Einbeziehung von Düngemitteln in den CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), der für die EU-Landwirtschaft unerschwinglich ist, da die EU bei der Düngemittelproduktion nie autark war und strukturell von Importen abhängig bleibt.

Viele Abgeordnete aller politischen Parteien schlossen sich der Aktion an und erkannten die Dringlichkeit der Anliegen der Landwirte an. 

Angesichts der äußerst angespannten Marktlage, in der die Landwirte zwischen steigenden Kosten für Düngemittel und Betriebsmittel und sinkenden Einkommen in einer Preisklemme gefangen seien, fehle es der EU eindeutig an einer klaren Vision und Ausrichtung für die Landwirtschaft und ihre Zukunft. 
Die Landwirte und Agrargenossenschaften in der EU seien die ersten, die für geopolitische Umwälzungen und Unruhen bezahlen müssen. Deshalb könne Copa-Cogeca unausgewogene und mangelhafte Handelsabkommen wie das mit dem Mercosur nicht akzeptieren. Die Handelspolitik dürfe nicht weiterhin niedrigere Standards belohnen, während von den europäischen Landwirten verlangt wird, mit weniger mehr zu leisten.

Die derzeitige globale Unsicherheit sei ein weiterer Grund für die EU, in einen Sektor zu investieren und ihn zu schützen, der das Fundament des europäischen Projekts bilde, ländliche Gemeinden erhalte und den Bürgern sichere, hochwertige und nahrhafte Lebensmittel sowie Futtermittel, Kraftstoffe und Fasern liefere. Die EU-Institutionen stünden nun vor einer klaren Entscheidung: sich für die Landwirte und ländlichen Gemeinden einzusetzen oder die Zukunft der Sicherheit der EU zu gefährden.

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