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Bodennistende Wildbienen zugunsten der Bestäubung von Kulturen fördern

Ein neues Agroscope-Merkblatt bietet Tipps, wie sich bodennistende Wildbienen mit wenig Aufwand auf dem eigenen Betrieb fördern lassen. Das hilft mit, die Populationen wichtiger Bestäuber-Insekten von landwirtschaftlichen Kulturen zu stärken, so Agroscope.

Bodennistende Wildbiene
© Philippe Tschanz/Agroscope

Der Großteil der knapp 600 einheimischen Wildbienenarten nistet unterirdisch im Boden. Sie sind daher auf geeignete Boden-Nistplätze angewiesen. Die restlichen Bienenarten nisten oberirdisch, etwa in Hohlräumen. Die Förderung von geeigneten Nistplätzen im Boden kommt somit der Mehrheit der einheimischen Wildbienen zugute und hilft, die Bestäubung von Nutzpflanzen sicher zu stellen.

Viele bodennistende Wildbienen wie verschiedene Arten von Sand-, Furchen- oder Schmalbienen, aber auch Hummeln, gehören zu den wichtigsten Bestäubern von landwirtschaftlichen Kulturen sowie einer Vielzahl von Wildpflanzen. Doch etwa 45 % der einheimischen Wildbienenarten der Schweiz gelten als gefährdet. Der Rückgang geeigneter Blütenpflanzen als Nahrungsressourcen sowie das Fehlen passender Nistmöglichkeiten gelten als Hauptursache dafür, dass Wildbienen, insbesondere bodennistende Arten, unter Druck geraten.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, bodennistende Wildbienen mit relativ wenig Aufwand auf dem Betrieb zu fördern. Diese reichen von der gezielten Schaffung von Nistmöglichkeiten über das Belassen bestehender wertvoller Nistplätze und Strukturen bis hin zu allgemeinen Fördermaßnahmen wie der Anlage blütenreicher Lebensräume oder Blühflächen, beispielsweise extensiv genutzte Wiesen oder Blühstreifen. Diese Möglichkeiten werden im Merkblatt detailliert vorgestellt.

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