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Ausreißer in der eigenen Branche haben das Potenzial, einen gesamten Berufszweig in Misskredit zu bringen. Das Vertrauen in eine ganze Branche wird beeinträchtigt. Um noch wirksamer gegen Verfehlungen vorzugehen, führt QS nach eigenen Angaben bereits seit Juli 2019 völlig unangekündigte Stichprobenaudits auf allen Systemstufen durch. Dabei gehe es primär um die Kontrolle der Produktionsabläufe vor Ort. Eine spontane Absage wird nur in Härtefällen akzeptiert.

Die Betriebsabläufe in QS zertifizierten Betrieben müssen transparent und jederzeit einsehbar sein. Das ist der Anspruch, den das QS-Prüfsystem an sich und seine Systempartner stellt. In der Praxis bedeutet dies, dass die QS-Auditoren für die aktuell durchgeführten QS-Strichprobenaudits im In- und Ausland völlig unangekündigt vor der Tür stehen. QS Geschäftsführer Hermann-Josef Nienhoff: 'Diese tatsächlich völlig unangekündigten Stichprobenaudits sind für uns ein wirkungsvolles Instrument, um all diejenigen, die tägliche gute Arbeit leisten und sichere frische Lebensmittel produzieren vor den Ausreißern in der eigenen Branche zu schützen. Diese Audits sind letztlich eine vertrauensbildende Maßnahme für mehr Lebensmittelsicherheit und mehr Tierwohl, zusätzlich zu den regulären Kontrollen.'
Laut EU-Leitlinie für Zertifizierungssysteme kann bei 'unangekündigten Kontrollen' eine Kontaktaufnahme zum Betrieb wenige Stunden zuvor erfolgen, um die Anwesenheit einer geeigneten Auskunftsperson sicher zu stellen. Diese Praxis habe QS bereits 2013 eingeführt. Mit den ersten Stichprobenaudits in der Breite ganz ohne Anmeldung gehe QS nun einen Schritt weiter, um Transparenz zu erhöhen und Vertrauen auszubauen. Im Dezember wird die diesjährige Phase der ersten völlig unangekündigten Stichprobenaudits im In- und Ausland auf allen Stufen von QS abgeschlossen sein. 'Wir können jetzt bereits festhalten, dass diese Entwicklung von der Branche akzeptiert wird. Die Zahl der kritisch eingestuften Betriebe hält sich in Grenzen. Gemeinsam möchten wir diesen Weg auch zukünftig weiter ausbauen', erläutert Nienhoff die Pläne von QS.