Donnerstag, 2. Dezember 2021
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06.10.2021

WUR/Niederlande: Kreislaufwirtschaft erfordert Zusammenarbeit in Lieferkette

Foto: WUR

Die Niederlande wollen bis 2050 vollständig kreislauffähig sein. Aber was bedeutet das für den Gartenbau? Welche alternativen Quellen für Primärrohstoffe gibt es? Welche Innovationen sind erforderlich und wie können Gartenbaubetriebe auf Kreislaufwirtschaft umgestellt werden? Dies erforscht die Business Unit Greenhouse Horticulture & Flower Bulbs der Wageningen University & Research (WUR) in den kommenden Jahren im Rahmen des Projekts Circular Greenhouse Horticulture, so WUR.

Alexander Boedijn, WUR: "Ich sehe den Kreislaufgartenbau als zwei Seiten derselben Medaille: Es geht um Rohstoffe und Abfälle. Im Kreislauf Gewächshausgartenbau werden weniger primäre, endliche Rohstoffe verwendet. Andererseits werden ‚Abfallströme‘ aus dem Gartenbau und anderen Sektoren wiederverwendet und zu neuen Rohstoffen veredelt. Was heute noch Abfall ist, wird zunehmend zu einem Rohstoff. Solche Zyklen werden auch zu einer geringeren Umweltbelastung führen.“
Seine Projektkollegin Else Boutkan von Greenport West-Holland ergänzt: "Die Kreislaufwirtschaft erfordert eine Zusammenarbeit in der Lieferkette. Ein Unternehmer ist immer davon abhängig, was die Erzeuger liefern und wie die Abfälle verarbeitet werden. Aber es beginnt damit, dass man seinen eigenen Prozess kritisch betrachtet.“
Auf Grundlage von Interviews mit Lieferanten und Erzeugern werden Übergangsszenarien formuliert: Wie sehen kreislauffähige Gewächshausbetriebe der Zukunft aus? Welche Schritte müssen unternommen werden, um diese Zukunft zu verwirklichen? Es gehe auch um Vision und Storytelling: Wie können die verschiedenen Unternehmen ihren Kunden, den Verbrauchern und der Gesellschaft ihre Kreislauferfolge und Innovationen präsentieren?, heißt es weiter. Aktuell konzentrieren sich die Forscher auf einige Ströme, die fast jeder Gewächshausgartenbaubetrieb im Anbauprozess verwendet: Wasser, Düngemittel, Substrat, CO2 und Kunststoff. Aber auch die abfließende Biomasse, die nicht Teil des Endprodukts ist, stehe im Fokus, das sind z.B. Stängel und Blätter von Tomaten, Paprika und Gurken.
"Wenn man von der Nützlichkeit und der Notwendigkeit der Kreislaufwirtschaft überzeugt ist, gibt es viele Möglichkeiten. Der Gewächshausgartenbau muss es nicht allein schaffen. Auch andere Sektoren wie die Viehzucht, die verarbeitende Industrie und das Bauwesen suchen nach neuen (biobasierten) Materialien und Partnerschaften auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft. Indem wir den Restströmen aus dem Unterglasgartenbau in anderen Sektoren einen Mehrwert verleihen und umgekehrt, kann die Kreislaufwirtschaft zu innovativen Geschäftsmodellen und neuem Unternehmertum führen“, betont Alexander Boedijn abschließend.

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