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Im November 2022 ist die Entwicklung von Obst/Gemüse/Kartoffeln weiterhin unterdurchschnittlich zu Food Gesamt; im Vergleich zum deutlichen Absatzverlust vom Oktober sehen wir allerdings eine Verbesserung. Obwohl auch im November der Absatz leicht rückläufig ist, resultiert aufgrund der mittlerweile auch in dieser Kategorie höheren Preisniveau-Effekte ein Umsatzplus von fünf Prozent gegenüber November 2021.

Auch bei frischem Obst sind auf Gesamtsegmentebene langsam aber deutlich höhere durchschnittliche Kilopreise erkennbar. Selbst für sonst relativ preisstabile Bananen müssen Haushalte im November 2022 fast 10 Cent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Dem Absatz scheint dies nicht zu schaden – in der Menge ist noch ein leichtes Plus zu verzeichnen (+2 %). Anders sieht es bei Exoten und Trauben aus. Diese beiden Segmente weisen im November die höchsten Preisniveaueffekte innerhalb Frischobst aus (+12 % bzw. +10 %). Damit gehen allerdings starke Absatzeinbußen einher (-15 % bei Exoten, -17 % bei Trauben). Mit 7,65 Euro/kg liegen die Kilopreise für Beerenobst nochmal im deutlich höheren Bereich,
wenngleich 70 Cent niedriger als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Beeren ist weiterhin ungebremst und wächst im November dynamisch (+22 % Menge).

Bei frischem Gemüse steigt das Preisniveau im Verhältnis noch stärker. Höhere zweistellige Preisanstiege sind hier im November 2022 keine Seltenheit. Die Spitzenreiter in Sachen Preisentwicklung – Wurzelgemüse, Zwiebelgemüse und Pilze – erleiden im November allesamt Absatzverluste von fünf bis sechs Prozent, wodurch der Umsatzanstieg dieser Segmente allerdings nur leicht gebremst wird und
für alle im zweistelligen Bereich liegt. Winterzeit ist Kohlzeit, und daran scheint auch ein um 17 % höheres Preisniveau nichts zu ändern. Sogar ein leichtes Absatzplus wird hier im November 2022 realisiert, woraus dynamische 18 % Mehrumsatz resultieren. GfK Consumer Index