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Über 1.600 Teilnehmende der gesamten Wertschöpfungskette beteiligten sich am Nationalen Dialog, um nachhaltige Ernährungssysteme mitzugestalten. Impulse aus fünf Themenfeldern werden am 20. Januar 2023 bei einem Fachpodium des Global Forums for Food and Agriculture (GFFA) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt, teilt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit.

Unter dem Titel „Ernährungssysteme der Zukunft – Der Nationale Dialog zum UNFSS in Deutschland“ werden Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und Leiter des Nationalen Dialogs, sowie die Dialogteilnehmerinnen Jana Gäbert und Prof. Dr. Britta Renner zum deutschen Dialogprozess im Kontext des UN Food Systems Summit (UNFSS) und dessen wichtigste Impulse berichten.

Sie werden zudem die Anforderungen und Herausforderungen bei der Transformation der Ernährungssysteme benennen. Jana Gäbert bringt Wissenschaft und Praxis auf einer Agrargenossenschaft in Brandenburg zusammen, die Vorteile aus ökologischem und konventionellem Landbau kombiniert. Prof. Dr. Britta Renner ist Psychologin. Sie forscht und lehrt an der Universität Konstanz zum Ernährungsverhalten und ist stellv. Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz des BMEL.
Mit dem Leiter des UNFSS-Hubs, Dr. Stefanos Fotiou (FAO), wird die internationale Perspektive beleuchtet. Gemeinsamkeiten mit Prozessen in anderen Staaten werden identifiziert und die Schlussfolgerungen daraus diskutiert. Moderiert wird das Podium von Nadine Kreutzer, die schon den Nationalen Dialogprozess als Moderatorin begleitete.

Den Nationalen Dialog zu Ernährungssystemen richtete die BLE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aus. Ziel war es, einen breiten, offenen und inklusiven Dialog aller Akteure des Ernährungssystems in Deutschland anzustoßen. „Wir haben viele Impulse sammeln können, wie Ernährungssysteme resilient, klimagerecht und nachhaltig weiterentwickelt werden können,“ resümiert Dr. Hanns-Christoph Eiden.

Folgende Aspekte kristallisierten sich aus dem Dialogprozess heraus:
• Das Potenzial einer stärker pflanzenbasierten Ernährung für Umwelt und Gesundheit.
• Die Notwendigkeit, externe Kosten der derzeitigen Produktionsweisen und Ernährungssysteme sichtbar zu machen.
• Der Bedarf einer zügigen und umfassenden Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme, verbunden mit veränderten Konsumgewohnheiten sowie einer entsprechend angepassten Produktion in Deutschland, bei der die europäische und internationale Ebene mitgedacht werden müssen.

Die Anregungen und Empfehlungen aus dem Dialog fließen in ein politikberatendes Papier ein. Die Diskussionsergebnisse zu Themenfeld 5 „Ernährung: Pflanzenbasiert in die Zukunft“ wurden bereits bei der Erarbeitung der Ernährungsstrategie der Bundesregierung herangezogen.