Montag, 16. Juli 2018

Rückblick: Future Lab auf der FRUIT LOGISTICA


Die Fruit Logistica in Berlin bietet jeden Tag mit dem Future Lab ein interessantes Rahmenprogramm. An drei Messetagen werden jeweils in verschiedenen Veranstaltungen Themen zur Zukunft des internationalen Fruchthandels erörtert und diskutiert, von Themen aus der Produktion über die Logistik bis zum POS.

In Abstimmung mit ausgewählten Branchenvertretern und der Messe Berlin gestaltet das Fruchthandel Magazin inhaltlich das gesamte Programm des Future Lab. Die organisatorische Leitung liegt bei der Messe Berlin.

Informationen über Werbemöglichkeiten im Fruchthandel Magazin anlässlich der Hallenforen können Sie hier herunterladen:

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Future Lab Programm 2018

 

Halle 26

Mittwoch, 7. Februar 2018, 11.00 – 11.30 Uhr

Der Panama-Krankheit geht es an den Kragen

Die Panama-Krankheit ist äußerst aggressiv. Sie greift die Wurzeln der Bananenpflanzen an und führt zum Tod der Pflanze. Verursacht durch den Pilz Fusarium oxysporum, ist es die schlimmste Krankheit in der Bananenproduktion und hat bereits in der Vergangenheit enorme Schäden angerichtet. Heute drohen neue Stämme der Panama-Krankheit die Produktion der derzeit wichtigsten Sorte Cavendish zu zerstören. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Erreger nach Afrika, Asien und Australien auch Lateinamerika erreicht. Bisher war das Fusarium-Pathogen resistent gegen Fungizide. Eine neue integrierte Lösung könnte die Rettung sein.

Referent: Kai Wirtz, Global Crop Manager Fruit, Bayer AG

 

Mittwoch, 7. Februar 2018, 12.00 – 12.30 Uhr

Konstanz statt Alternanz

Die starke Alternanz bei Äpfeln stellt die Produktion wie auch die nachgelagerten Stufen Jahr für Jahr vor große Herausforderungen. Stabile Erträge zu erreichen, sowie die Alternanz bei Äpfeln zu reduzieren ist daher schon lange das Ziel. Die Forschung untersucht, wie die Apfel-Blüte durch Veränderungen der Genexpression und der metabolischen Signale gehemmt oder gefördert wird. Die Pflanze zeigt das als Reaktion auf Ontogenese, pflanzliche Ressourcen, kulturelle Praktiken und Umweltzeichen. Als zweite Maßnahme werden Schnitttechniken analysiert. 

Referent: Prof. Dr. Jens Norbert Wünsche, Universität Hohenheim, Fg. Ertragsphysiologie der Sonderkulturen (340f)

 


Mittwoch, 7. Februar 2018, 14.00 – 14.30 Uhr

Qualitäts-Check ganz smart 

Präsentiert wird der Einsatz portabler Mini-Sensoren vom Erzeuger bis zum Verbraucher zur zerstörungsfreien Qualitätsbestimmung. Ziel aktueller Arbeiten an der HSWT ist die Entwicklung einer schnellen und zerstörungsfreien Messmethode zur Qualitätsbewertung von Lebensmitteln (Bsp. Tomate) mit Hilfe portabler Food-Scanner, die auf der Basis der Nahinfrarotspektroskopie (NIR) arbeiten.

Referent: Simon Goisser, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), Fakultät Gartenbau und Lebensmitteltechnologie, Technik im Gartenbau

 

Mittwoch, 7. Februar 2018, 15.00 – 15.30 Uhr

Die Qualität bei der Wurzel packen 

Gesunde Wurzeln tragen bei zum gesunden Pflanzenwachstum und letztlich zu einer Steigerung der Fruchtqualität bei. Pflanzen und vor allem die versteckten Wurzeln zeigen spezifische Symptome im Falle eines Nährstoffmangels. Mit seinen hohen Wachstumsraten ist die Banane beispielsweise eine sehr hungrige Pflanze mit einer Nährstoffaufnahme von rund 1400 kg/ha und Jahr. Diese liegt sehr viel höher als z.B. beim Kaffee mit rund 400 kg/ha und Jahr. Die Nährstoff-Aufnahme bei der Banane wird während der gesamten Vegetationsperiode realisiert, was darauf hindeutet, dass die Banane von einem gut entwickelten und gesunden Wurzelsystem in starkem Maße abhängt. Deshalb ist neben dem Pflanzenschutz eine ausreichende Nährstoff-Versorgung und eine ausgewogene Ernährung Voraussetzung für eine gute Wurzelentwicklung. Darüber hinaus muss der pH-Wert im Boden sorgfältig beachtet werden, da die Bananen eine hohe Anforderung an Kationen haben. Ansonsten drohen Übersäuerung und bei der Verwendung von Düngemitteln eine zusätzliche Aluminium-Toxizität. Infolgedessen würde das Wurzelwachstum behindert. Nitrat-basierte Stickstoffdünger sind weniger ansäuernd als Düngemittel auf Ammonium-Basis. Daneben verbessert Nitrat die Ernte-Toleranz gegenüber Wurzel-Pathogenen. Auch Ca und andere Pflanzennährstoffe haben einen positiven Einfluss auf die Wurzel-Gesundheit. Ein Nährstoff-Management, das auf einer ausgewogenen Ernährung und nicht-Säuerung beruht, unterstützt die Wurzel- Gesundheit von Bananen und sollte ein integraler Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements sein.

Referent: Anke Kwast, Leitung Crop Nutrition R & D, Yara International

Donnerstag, 8. Februar 2018, 11.00 – 11.30 Uhr

Neue Aprikosen – endlich Kondition für die Langstrecke

Zwei neue Aprikosen-Sorten aus Neuseeland bieten eine verbesserte Lager- und Transportfähigkeit dank reduziertem Ethylen. Das Aprikosen-Zuchtprogramm von Plant & Food hat zwei neue Aprikosen-Sorten hervorgebracht, die jetzt Sorten-Schutz haben. Die neuen Aprikosen-Sorten sollen einzigartig sein, weil sie aus einer Zuchtlinie stammen, die sehr wenig Ethylen produziert, so dass sie ein gutes Lager-Potenzial aufweisen und sich daher besonders gut für den Export auf ferne Märkte eignen. Neuseeland ist das einzige Land, das im Februar/März eine Aprikose auf den Markt bringen kann - und diese neuen Sorten bedeuten, dass sie einen guten Zugang zu den Exportmärkten haben - besonders auf wichtigen Märkten wie Asien. Ein sensorisches Wissenschaftsteam hat zwei Jahre lang die neuen Sorten bei Konsumenten geprüft und die Ergebnisse sind sehr gut. Im Laufe der Jahre hat das New Zealand Institute for Plant and Food Research eine Reihe von Studien durchgeführt, die zur Auswahl dieser beiden Sorten geführt haben - einschließlich der Optimierung der Erntegut-Belastung und damit der Ess-Qualität. Optimierungen gab es auch hinsichtlich der Erntereife und bei verpackungsbedingten Verunstaltungen, sowie bei Lagertemperatur und -zeit.

Referent: Declan Graham, Business Manager – Science, New Zealand Institute for Plant and Food Research 

Donnerstag, 8. Februar 2018, 12.00 – 12.30 Uhr

Es werde Licht - neue nachhaltige Label- und Verpackungslösungen

Umweltschutz und Ressourcenverbrauch zwingen Handel und Verbraucher auch in punkto Verpackung umzudenken. Umweltfreundliche und nachhaltige Verpackungen und Label sind gefragt. Verpackungen aus Bioplastik, Karton oder sogar aus Agrarabfällen wie Zuckerrohrfaser werden oft angefragt. Licht-Labeling ermöglicht es erstmals ein Logo, ein Bio-Zertifikat, das Herkunftsland oder eine andere Kennzeichnung direkt auf die äußerste Schale auch von Bio-Obst und -Gemüse aufzubringen. Bisher war die Technik nur für konventionelle Ware möglich. Hier nun wird durch dieses innovative Verfahren ohne Hilfsmittel und Zusatzstoffe, wie es sich für öko-zertifizierte naturreine Ware gehört, ausschließlich mit Licht gearbeitet. 

Referent: Michaël Wilde, Nachhaltigkeits-Manager, Eosta

 


Donnerstag, 8. Februar 2018, 14.00 – 14.30 Uhr

Inspektor Canine - den Schäden auf der Spur

Seit 17 Jahren arbeitet Tim R. Gottwald, Leiter der Pflanzen-Pathologie des US Department of Agriculture aus South Rock Road, daran, Pflanzen-Krankheiten mit Hilfe von Hunden aufzuspüren und zu identifizieren. Die Hunde können Viren und Krankheitserreger an Pflanzen und Früchten mit einer Genauigkeit von 98-99 % entdecken. Im Fokus stehen bei Prof. Dr. Gottwald vor allem die Erforschung von Citrus Cancer, Citrus Huanglongbing und dem Plum Pox Virus (bei Pfirsich, Pflaume und Mandel). Das so exakte treffsichere Aufspüren und Nachweisen dieser Erreger schon in der Früherkennung und bei der Vermehrung des Pflanzenmaterials hat eine enorme Auswirkung für den internationalen Handel. Das Risiko, dass kranke Früchte auf die Handelsmärkte gelangen könnten, wird drastisch reduziert. Die Hunde können auch bei der Erkennung von weiteren Gemüse-, Weinreben- und Cassava-Viruserkrankungen eingesetzt werden. Die Forschung ist weit fortgeschritten und umfangreiche Daten belegen die exakten Forschungsergebnisse. 

Referent:  Prof. Dr. Tim R. Gottwald, Leiter Forschungslabor Gartenbau/Pflanzenpathologie, USDA United States Department of Agriculture

 


Donnerstag, 8. Februar 2018, 15.00 – 15.30 Uhr

Ahoi - das autonome, emissionsfreie Schiff

Schon 2020 soll in Norwegen ein ungewöhnliches Schiff in See stechen: die Birkeland – ein Containerschiff, das elektrisch und autonom fährt. Es könnte eine Weltpremiere sein. In Norwegen gibt es einen Düngemittelhersteller namens Yara, der jedes Jahr 40.000 Lkw-Fahrten benötigt, um seine Produkte zum Hafen zu transportieren. Das Problem: Die Diesel-Lkw fahren auf der rund 15 km kurzen Strecke an kleinen idyllischen Dörfchen und Städten vorbei, verschmutzen dabei die Luft und machen Krach. Das soll anders werden: Die Birkeland soll das erste voll elektrische und selbstfahrende Containerschiff sein. „Mit diesem autonomen, batteriebetriebenen Containerschiff bewegen wir den Transport von der Straße auf das Meer, reduzieren Lärm, NOx- und CO2-Emissionen und erhöhen die Sicherheit auf den örtlichen Straßen“, sagt Yara-Geschäftführer Svein Tore Holsether. 

Referent: Esben Tuman, Vice President, Head of Corporate Communications, Yara International

 


Freitag, 9. Februar 2018, 11.00 – 11.30 Uhr

Tröpfchen für Tröpfchen – Kleine Tropfen mit großer Wirkung

75% unseres Planeten besteht aus Wasser aber nur 2% ist Trinkwasser und davon werden 70% für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Das ist viel zu viel für die Zukunft, denn wir verschwenden nach wie vor Wasser durch alte Bewässerungsmethoden wie z.B. Furchen-Bewässerung bzw. Nass-Reisanbau. Berechnungen über das Verhältnis ‘Wasserentnahme und Verfügbarkeit‘  für das Jahr 2030 gehen von einer Unterdeckung von 40% aus. Durch moderne Methoden wie Tropfenbewässerung kann der Wasserbedarf optimiert werden. Gegenüber einer Wasser-Effizienz von 40% bei der Furchen-Bewässerung liegt die Effizienz bei der Tropfen-Bewässerung über 95%. Es ergibt sich also eine Einsparung von 60%. Tropfen-Bewässerung steht für punktgenaue dosierte Menge an Wasser direkt an der Pflanze. Das Aufbringen von Pflanzenschutzmitteln über Tröpfchen-Bewässerungssysteme ermöglicht eine dramatische Reduzierung der Mittel und große Fortschritte beim Umweltschutz. Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für den punktgenauen und optimalen Einsatz.   

Referent: Dubi Raz,  Landwirtschaftlicher Direktor Bewässerungslösungen Wissensmanagement und Agro-Marketing; Pre- und After-Sales-Support weltweit, NetaFim

 


Freitag, 9. Februar 2018, 12.00 – 12.30 Uhr

Energie - weniger ist mehr

Mehr denn je sind energieeffiziente Lagerverfahren gefragt. Der hohe Energiebedarf bei der Obst-Lagerung und die steigenden Energiekosten erfordern neue Technologien, die helfen, den Energieverbrauch in Lagersystemen deutlich zu senken. Der Energieverbrauch bei der Obst-Lagerung ist vor allem auf die Kälteanlage zurückzuführen. In welchem Umfang sie aber über die gesamte Lagerzeit hinweg erfolgen muss, ist abhängig von der Raumgeometrie und zeitabhängigen spezifischen Maßnahmen, die auf die Erhaltung von Fruchtqualitätseigenschaften abzielen. Sehr variabel sind: schnelles Herunterkühlen der Feldwärme, Vermeidung von übermäßigem Fruchtfeuchtigkeitsverlust und kontrollierte Atmosphäre (je nach Sorte). Wo liegen Chancen zur Energieeinsparung?

Referent: Dr. Daniel Neuwald, Leiter des Arbeitsbereichs Nacherntephysiologie und Lagerung, Universität Hohenheim

 

Daten & Fakten

Future Lab auf der FRUIT LOGISTICA  2019
6.-8. Februar 2019

Zum Online-Ticket-Shop klicken Sie hier.

Veranstaltungsort:
Halle 7.2a, Stand B-04

 

Programm

Kontakt

Veranstalter

Messe Berlin GmbH
FRUIT LOGISTICA
Messedamm 22
14055 Berlin
Fax: +49(0)30-3038-2020
fruitlogistica(at)messe-berlin.de


Verantwortlich für den Inhalt

Kaasten Reh
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kr(at)fruchthandel.de
Tel.: +49(0)211-99104-10

Fruchthandel Magazin

Ausgabe Nr. 28/2018

ZUNEHMENDE WETTEREXTREME MACHEN VERBESSERTES RISIKOMANAGEMENT NOTWENDIG

Sommerobst-Saison in Spanien mit großen Mengen, aber schwächelndem Konsum

NIEDERLANDE
Ernte-Roboter für Paprika vorgestellt

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