
Die Vertreter der gemeinsamen Erdbeer-Interessengruppe Spaniens, Italiens und Frankreichs kamen jetzt zusammen, um sich über Entwicklungen in der Branche und über die diesjährigen Saisonaussichten auszutauschen.
In allen drei Ländern ist die Anbaufläche in der Saison 2011/2012 der Kontaktgruppe zufolge gleich geblieben und es wird eine gute Qualität erwartet. Die französischen Teilnehmer hoben die starke Expansion im Substratanbau hervor, der bereits 40% der Gesamtproduktion der Erzeugerorganisationen ausmache. Die Vertretung Italiens erklärte, dass sich der Erdbeeranbau immer mehr von Nord- nach Süditalien verschiebe, während Spanien darauf hinwies, dass der Anteil von heimischen und selbst gezüchteten Erdbeersorten ständig steige und diese nach und nach die US-Varietäten ersetzten. Allen drei Produzentenländern ist nicht verborgen geblieben, dass der Erdbeeranbau in anderen europäischen Ländern wie Deutschland oder Großbritannien stark ausgeweitet wurde, so wie auch in den Drittländern Marokko und Ägypten. Bei dem Treffen wurde auch über die Konsequenzen des kürzlich ratifizierten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Marokko, das einheitlich abgelehnt wurde, diskutiert. Die Länder unterstrichen die Notwendigkeit, die Erdbeerkontingente genauestens zu kontrollieren und zeigten sich besorgt über die Zollbefreiung für Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Die Anwesenden beschlossen, im Rahmen des nächsten Treffens der spanisch-französischen Arbeitsgruppe in Paris bei der EU-Kommission zu beantragen, objektive und wirkungsvolle Maßnahmen für die Anwendung der Schutzklauseln festzulegen, wenn es auf den Erdbeer- Himbeer- und Heidelbeermärkten zu bedeutenden Problemen kommen sollte. Spanien produzierte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2011 insgesamt 261.000 t Erdbeeren, davon alleine 252.000 t in Huelva. Laut der FAO erreichte Italien im vergangenen Jahr eine Menge von 153.875 t und Frankreich von 46.557 t. Im Export war Spanien in 2011 mit 228.584 t größter Erdbeerexporteur der EU. Wertmäßig wurden 437 Mio Euro erreicht, 11 % mehr als in der Saison zuvor. Frankreich exportierte laut Eurostat in diesem Zeitraum 15.155 t und Italien 14.857 t.
Fepex/w.s.
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