11.06.2010
Italien: Krisensitzung zum Kiwi-Notstand in Latium
Gestern Nachmittag fand in Rom ein Treffen statt, das sich mit dem Problem des Bakterienbefalls in der italienischen Kiwi-Produktion beschäftigte. Bislang konnten noch keine wirkungsvollen Gegenmaßnahmen gefunden werden.
Nun soll die Angelegenheit auf nationaler Ebene behandelt werden, gleichzeitig werden auch Rufe nach Entschädigungsmaßnahmen von Seiten der EU eingefordert. Besonders betroffen ist die Region Latium, speziell die Provinz von Latina. Schon im vergangenen Jahr hatte sich die Krankheit besonders im Dreieck von Aprilia, Cisterna und Velletri in den Plantagen für gelbe Kiwis ausgebreitet, sodass nur noch eine komplette Vernichtung der betroffenen Varietäten als Lösung bleibt. Die Kosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro pro Hektar, was für zahlreiche Betriebe eine Existenzbedrohung darstellt. Der Bakterienbefall griff zuletzt auch auf die grünen Varietäten über, sodass in diesen Anbaugebieten momentan höchste Alarmstufe herrscht. Für das kommende Jahr wird mit Produktionsausfällen von bis zu 70 Prozent gerechnet. Kritik wurde auch am neuen Landwirtschaftsminister Francesco Battistoni laut, dem von der Branche ungenügendes Verständnis für die dramatische Situation der betroffenen Unternehmen und mangelnder Einsatz vorgeworfen wird. m.s./a.s.